Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln können. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien: Comics, Social Media-Formate, Hologramme…
Die Ausstellung nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entsteht aus persönlichen Erinnerungen eine Erzählung und was beeinflusst sie? Wie kommen Interviews und andere Zeugnisse eigentlich zustande? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Und wie gehen Museen und Gedenkstätten heute und in Zukunft damit um?
Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im März 2025. Für die Ausstellung in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. In der Museen Freiburg App gibt es außerdem eine begleitende Themen-Tour durch die Dauerausstellung des DZNS.
Zwei Künstler*innen, ein Thema, viele Parallelen und Unterschiede – mal im Dialog gegenübergestellt, mal einzeln präsentiert, zeigen die Werke verschiedene Vorstellungen von Malerei, die dennoch eine gemeinsame Basis haben. 40 Jahre liegen zwischen den Studienzeiten des gebürtigen Freiburgers Artur Stoll (1947–2003) und der Kölnerin Olga Jakob (*1985) an der Kunstakademie in Karlsruhe. Beide verbindet eine Obsession für Material und Farbe. Während Stolls geschichtete, dicke Malereien schwer und massiv wirken, scheinen Jakobs Arbeiten aus Stoff und Seidenpapier leicht und fragil. Wie beeinflussen Form und Größe die Wahrnehmung? Was macht Nähe und Distanz aus? Wo geht Gegenständlichkeit in Abstraktion über? Viele Fragen leiten die Besuchenden durch die Ausstellung, in die sie eigene Ideen einbringen können. Alle Werke von Artur Stoll stammen aus dem Freiburger Morat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Mit profundem Blick und großer Leidenschaft trug Franz Armin Morat wichtige Werke ausgewählter Künstler*innen zusammen und schuf eine Institution mit Renommée weit über die Stadt hinaus.
Weitere aktuelle Projekte
Eröffnung Konventgebäude
Augustinermuseum | ab Samstag, 28. Februar 2026
Foto: Marc Doradzillo
Mit Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konventgebäude ist die langjährige Sanierung des Augustinermuseums abgeschlossen. Modern, barrierefrei und interaktiv präsentiert das Haus auf einer Gesamtfläche von 2.900 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region.
Durch neue Ausstellungsfläche auf vier Etagen verändert das Museum seine museale Gestalt spürbar. Besucher*innen erleben ein deutlich breiteres und vielfältigeres kulturelles Angebot, einen verstärkten Medieneinsatz sowie neue Formen der Beteiligung und Vermittlung.
Eiszeitfrauen im Rampenlicht: Finissage der Ausstellung „Urformen“ am Weltfrauentag
Archäologisches Museum Colombischlössle | Sonntag, 8. März
Ausstellungsansicht "Urformen", Foto: Patrick Seeger
Nicht nur Frauen sind willkommen: Das Archäologische Museum Colombischlössle am Rotteckring 5 lädt am Sonntag, 8. März, von 10 bis 17 Uhr Archäologie-Fans und alle Interessierte zur Finissage der Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ ein. Weibliche Figuren gehören zu den frühesten plastischen Kleinkunstwerken der Menschheit. Anlässlich des Weltfrauentags rücken die „Eiszeitfrauen“ in den Fokus und eröffnen neue Perspektiven auf Rollenbilder und Lebenswelten vor etwa 45.000 Jahren. Musikalischer Höhepunkt ist ein Auftritt der Sängerin Magdalena Ganter. Die Teilnahme ist im regulären Eintrittspreis von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, enthalten. Alle Infos zur Ausstellung gibt es hier.
13 | 14 | 15 Uhr Vorführung: Besuch einer "Eiszeitjägerin"
16.15–16.45 Uhr Auftritt der Sängerin Magdalena Ganter
Foto: Museen Freiburg
Museen Freiburg App
Museen Freiburg App
Die Museen Freiburg sind ab sofort auch digital vereint: Mit einer kostenfreien App sind die Häuser, darunter das Augustinermuseum, das Archäologische Museum Colombischlössle und das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, in einer Anwendung zusammengeführt. Neu mit dabei: das Museum Natur und Mensch.
Audiotouren, Bilder, Videos, digitale Rekonstruktionen, Spiele und ein Kartentool laden in Augustinermuseum, Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Museum Natur und Mensch und Archäologischem Museum Colombischlössle zum Entdecken ein.
AM: Wer keiner festen Route folgen, sondern sich einfach inspirieren lassen möchte, kann sich im Augustinermuseum Highlights in der Nähe anzeigen lassen.
DZNS: Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus bietet weiterführende Inhalte zum Gedenkraum, etwa Biografien und Informationen zu Verfolgungskontexten.
ARCO: Im Archäologischen Museum Colombischlössle führt die „KeltenSpur“ Kinder und Erwachsene durchs Museum und zu originalen Fundplätzen in der Region – sie ist gefördert durch die Landesinitiative „Keltenland Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.
Inklusive Angebote
Ob Gebärdensprache, Leichte Sprache oder Audiodeskription – in der App gibt es zahlreiche inklusive Angebote. Alle Inhalte sind in Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar.
Angebote für Kinder
AM: Junge Museumsfans zwischen 8 und 12 Jahren entdecken mit August und Tina die Highlights des Augustinermuseums. Dabei stellen sie spielerisch Wissen und Geschick unter Beweis.
ARCO: Im Archäologischen Museum Colombischlössle geht es mit Briana und Enno in die Eisenzeit. Hier warten spannende Abenteuer, knifflige Aufgaben und Rätsel. Eine rasante Verfolgungsjagd durch den Schwarzwald sorgt für Nervenkitzel und die Nutzer*innen entscheiden selbst mit, ob die Geschichte ein gutes Ende nimmt…
MNM: Der Audiorundgang im Museum Natur und Mensch ist in leicht verständlicher Sprache auch für Kinder ein großer Spaß!
Nutzungshinweise
Die App kann auf das eigene Smartphone geladen oder vor Ort auf kostenlosen Leihgeräten im Museum genutzt werden.
Kopfhörer: Wenn Sie mit Ihrem eigenen Gerät im Museum unterwegs sind, nehmen Sie bitte Kopfhörer mit.
Um die App nutzen zu können, benötigen Sie eine Internetverbindung oder Sie laden die Inhalte vorab herunter. Im Augustinermuseum und im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht kostenfreies WLAN zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie im Augustinermuseum Bluetooth, um alle Inhalte und Funktionen nutzen zu können.
Foto: Museen Freiburg
Museum Natur und Mensch
Vom Ei zum Küken – Kreativwettbewerb
2026 haben Ihre Kinder wieder die Möglichkeit, die Ausstellung selbst mit zu gestalten: Ein bunter „Eierbaum“ bietet Raum für phantasievolle Ideen. Alle Einsendungen zum Wettbewerb werden an diesem aufgehängt und werden so Teil der Ausstellung. Die Besuchenden prämieren die kreativsten Gruppenarbeiten. Für die Gewinnergruppen organisieren wir einen exklusiven Besuch auf einem Bio-Bauernhof.
Mehr Informationen zum Kreativwettbewerb finden Sie hier.
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