Das Museum wird zum Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung beleuchtet Sport aus künstlerischer Perspektive. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit?
Internationale Künstler*innen hinterfragen soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen von Sport. Viele Kunstwerke laden zur aktiven Beteiligung ein: an einer Tischtennisplatte mit Hindernissen, an einem etwas anderen Schachbrett oder mit Bällen, die nicht rund sind. Als Massenphänomen verbindet Sport Menschen und fördert Gemeinschaft. Er stiftet Identität. Gleichzeitig sind Barrieren und Einschränkungen der Teilhabe allgegenwärtig – diese gilt es zu überwinden.
Das Projekt entstand in Kooperation mit den Vereinen beneFit und Ring Freiburg, Schirmherr ist Christian Streich.
Nach Jahren des Umbaus und der Eröffnung aller Museumsbereiche beginnt für das Augustinermuseum eine neue Zeit. Die Ausstellung Zukunfts(t)räume nimmt diesen Moment zum Anlass, innezuhalten, zurückzublicken – und nach vorn zu denken. Sie erzählt die bewegte Geschichte des Hauses: vom Kloster über die Nutzung als Theater und Kartoffellager bis zum heutigen, zeitgemäßen Museum. Zugleich fragt sie, wohin die Reise geht. Wie verändert sich ein Museum im Laufe der Zeit? Was bleibt, was wandelt sich, was entsteht neu? Wie reagiert ein Museum auf gesellschaftliche Veränderungen? Und was braucht ein Museum, um relevant und aktuell zu bleiben? Zukunfts(t)räume lädt dazu ein, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam weiterzudenken. Die Ausstellung zeigt das Museum als lebendigen Ort, der sich mit der Stadt Freiburg, ihren Menschen und ihren Ideen weiterbewegt. Sie markiert einen neuen Anfang – offen für Dialog und Zukunft, offen für neue Räume und Träume.
Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln können. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien: Comics, Social Media-Formate, Hologramme…
Die Ausstellung nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entsteht aus persönlichen Erinnerungen eine Erzählung und was beeinflusst sie? Wie kommen Interviews und andere Zeugnisse eigentlich zustande? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Und wie gehen Museen und Gedenkstätten heute und in Zukunft damit um?
Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im März 2025. Für die Ausstellung in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. In der Museen Freiburg App gibt es außerdem eine begleitende Themen-Tour durch die Dauerausstellung des DZNS.
Ins Licht gerückt: Künstlerinnen im 19. Jahrhundert
Die aktuelle Schau unter dem Titel "Ins Licht gerückt: Künstlerinnen im 19. Jahrhundert" zeigt unter anderem Gemälde von Alexandra Berckholtz (1821–1899), Ida Maier (1821–1904), Marie Dürr-Grossmann (1852–1889) und Frieda Roman (1859–1918) – allesamt Frauen, die trotz ihres künstlerischen Talents im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen. Viele der ausgestellten Werke werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Ihre Gemälde spiegeln eine Zeit, in der Frauen durch soziale und strukturelle Hindernisse am Fortschritt gehindert wurden. Der Zugang zu Kunstakademien war stark eingeschränkt und nur wenigen Frauen gelang es, ihre Arbeiten in renommierten Ausstellungen zu zeigen. Trotz dieser Hürden schufen sie beeindruckende Werke und fanden kreative Wege, sich zu behaupten. Künstlerinnen sind in Ausstellungen und musealen Sammlungen oft unterrepräsentiert – auch im Augustinermuseum stammen weniger als 15 Prozent der Werke aus dieser Zeit von Frauen.
Museen entdecken! Unter diesem Motto findet am Sonntag, 17. Mai, der Internationale Museumstag statt – und die Museen Freiburg sind wieder mit dabei. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besuchenden in allen fünf Häusern neben freiem Eintritt auch ein vielseitiges Programm. Von kreativen Mitmachangeboten für Klein und Groß über verschiedene Themenführungen bis hin zu spannenden Forschungs- und Informationsformaten gibt es für alle etwas zu entdecken.
Augustinermuseum
10.30–11 Uhr vor dem Raum Stadtgeschichte | Konvent | Etage 1 Familienführung: Die mittelalterliche Münsterbaustelle Mit detektivischem Blick entdecken Neugierige, wie das Freiburger Münster ohne Kran und Technik gebaut wurde.
10.30–16.30 Uhr Raum der Museumspädagogik | Haus der Graphischen Sammlung | Etage 0 Rallye für Familien: „Museumsdetektiv*innen decken auf“ Im Augustinermuseum gab es einen Einbruchsversuch. Doch was wurde gestohlen? Eine Familienrallye für angehende Detektiv*innen. Bei Fahndungserfolg wird man mit einem Diplom belohnt.
10.30–16.30 Uhr Raum der Museumspädagogik | Haus der Graphischen Sammlung | Etage 0 Mitmachangebote für Klein und Groß Buttons mit Lieblingsmotiven, gedruckte Initialen oder eine Fensterrosette zum Ausmalen – jede*r ist willkommen ein persönliches Andenken zu gestalten.
11.30–12 Uhr vor dem Raum Stadtgeschichte | Konvent | Etage 1 Kurzführung: Vom Kruzifix zum Kleiekotzer Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche religiöse Ausdrucksformen im Schwarzwald kennen.
12.30–13 Uhr Welte-Orgel | Kirche | Etage 0+ Orgelmusik Sophie Schenk, Studierende an der Musikhochschule Freiburg, lässt die Welte-Orgel erklingen.
13–16.30 Uhr FREI_Raum | Haus der Graphischen Sammlung | Etage 2 Zukunfts(t)räume: Offene Werkstatt für Klein und Groß Aus bunten Materialien entstehen eigene kleine Raumkunstwerke zum Träumen. 14 | 15 | 16 Uhr, je 30 Minuten Welte-Lounge | Konvent | Etage 2 Welte-Vorführungen Ein Experte erläutert die Technik des selbstspielenden Welte-Flügels und führt ihn vor.
15–16 Uhr Foyer im Haus der Graphischen Sammlung | Salzstraße 32/34 | Etage 0 Inklusive Aktionsführung: Hallo FREI_Raum! Bei der inklusiven Aktionsführung mit Gebärdensprache entdecken gehörlose und hörende Menschen die Ausstellung „Zukunfts(t)räume“ und träumen gemeinsam von Räumen der Zukunft.
Museum für Neue Kunst
10.30 | 11.30 Uhr, je 30 Minuten Museumskasse Kurzführungen: SPIELFELD. Sport & Kunst Das Museum für Neue Kunst lädt zu interaktiven Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung „SPIELFELD. Sport & Kunst“ ein.
14–17 Uhr Treppenhaus | 1. OG Aktion für Familien: Sport-Kunst-Abzeichen Es wird sportlich! Die Ausstellung „SPIELFELD. Sport & Kunst“ bietet mit seinen interaktiven Werken einen Parcours zwischen Kunst und Sport. Nach den eigenständigen Erfahrungen mit den Werken, können Klein und Groß ein „Sport-Kunst-Abzeichen“ des Museums für Neue Kunst erstellen und in Form einer Medaille mit nach Hause nehmen.
Museum Natur und Mensch
10.30–16.30 Uhr Museumspädagogische Werkstatt | Gerberau 15 Offene Forschungswerkstatt Was fressen eigentlich Eulen? Oder warum sind Schmetterlinge so bunt? Forschungsstationen laden Neugierige jeden Alters ein, Natur neu zu entdecken und Fragen zu stellen.
13.30–14.30 Uhr OG | Wiese Inklusive Führung: Rendezvous mit der Queen Bei der inklusiven Führung mit Gebärdensprache erkunden gehörlose und hörende Interessierte das Leben im Bienenstock. Dabei kann ein echtes Bienenvolk beobachtet werden.
Archäologisches Museum Colombischlössle
10.30–11.30 Uhr Museumskasse | EG Inklusive Führung: Internationale Netzwerke im frühen Mittelalter mit Gebärdensprache Bei der inklusiven Kurzführung mit Gebärdensprache entdecken gehörlose und hörende Interessierte faszinierende Fundstücke aus dem frühen Mittelalter, die von fernen Handelsrouten und weitreichendem kulturellen Austausch erzählen.
11 | 13 | 14 | 15 Uhr, je 30 Minuten Museumskasse | EG Familienführungen: Fantastische Spurensuche im frühen Mittelalter Neugierige Zeitreisende tauchen in das frühe Mittelalter ein, entdecken fantastische Wesen auf glänzenden Fundstücken und die geheimnisvolle Runenschrift.
12–16.30 Uhr Leo Wohleb Saal | 1. OG Mitmachangebot für Klein und Groß: Geheimnisvolle Zeichen Neugierige Forscher*innen prägen ihren Namen in Runenschrift und gestalten einen glänzenden Button.
12.30 | 14.30 | 15.30 Uhr, je 30 Minuten Museumskasse | EG Kurzführungen: Internationale Netzwerke im frühen Mittelalter Bei einer Kurzreise ins frühe Mittelalter faszinieren Fundstücke, die von fernen Handelsrouten und weitreichendem kulturellen Austausch erzählen.
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
10.30–12 Uhr Museumskasse Führung: „Hinter den Fassaden“ Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung durch die Dauerausstellung erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse.
11–12 Uhr vor dem DZNS Führung: Historische Spuren am Gebäude des ehemaligen Verkehrsamtes mit Luftschutzkeller Im Fokus der Führung stehen die historischen Spuren des Hauses, in dem sich heute das DZNS befindet: Was hat ein Verkehrsamt mit Nationalsozialismus zu tun? Was zeigt das riesige Wandgemälde von Theodor Kammerer? Welche Spuren des Luftschutzkellers sind noch erkennbar?
11–13 | 14–17 Uhr Seminarraum 1 Erinnerungswelten-Werkstatt In der Erinnerungswelten-Werkstatt können Besuchende in Comics und Graphic Novels zur NS-Zeit schmökern und selbst kreativ werden. Die Rallye „Historische Spuren“ lädt Groß und Klein ab 8 Jahren zum Miträtseln ein. Außerdem warten spannende Informationen rund um das Thema Familienrecherche.
12 | 14 | 16 Uhr Museumskasse Kurzführungen durch die Dauer- oder Sonderausstellung Bei den Kurzführungen bekommen Interessierte Einblicke in ausgewählte Themen der Dauer- oder Sonderausstellung.
Eröffnung Konventgebäude
Augustinermuseum | ab Samstag, 28. Februar 2026
Foto: Marc Doradzillo
Mit Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konventgebäude ist die langjährige Sanierung des Augustinermuseums abgeschlossen. Modern, barrierefrei und interaktiv präsentiert das Haus auf einer Gesamtfläche von 2.900 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region.
Durch neue Ausstellungsfläche auf vier Etagen verändert das Museum seine museale Gestalt spürbar. Besucher*innen erleben ein deutlich breiteres und vielfältigeres kulturelles Angebot, einen verstärkten Medieneinsatz sowie neue Formen der Beteiligung und Vermittlung.
Foto: Museen Freiburg
Museen Freiburg App
Museen Freiburg App
Die Museen Freiburg sind ab sofort auch digital vereint: Mit einer kostenfreien App sind die Häuser, darunter das Augustinermuseum, das Archäologische Museum Colombischlössle und das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, in einer Anwendung zusammengeführt. Neu mit dabei: das Museum Natur und Mensch.
Audiotouren, Bilder, Videos, digitale Rekonstruktionen, Spiele und ein Kartentool laden in Augustinermuseum, Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Museum Natur und Mensch und Archäologischem Museum Colombischlössle zum Entdecken ein.
AM: Wer keiner festen Route folgen, sondern sich einfach inspirieren lassen möchte, kann sich im Augustinermuseum Highlights in der Nähe anzeigen lassen.
DZNS: Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus bietet weiterführende Inhalte zum Gedenkraum, etwa Biografien und Informationen zu Verfolgungskontexten.
ARCO: Im Archäologischen Museum Colombischlössle führt die „KeltenSpur“ Kinder und Erwachsene durchs Museum und zu originalen Fundplätzen in der Region – sie ist gefördert durch die Landesinitiative „Keltenland Baden-Württemberg“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.
Inklusive Angebote
Ob Gebärdensprache, Leichte Sprache oder Audiodeskription – in der App gibt es zahlreiche inklusive Angebote. Alle Inhalte sind in Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar.
Angebote für Kinder
AM: Junge Museumsfans zwischen 8 und 12 Jahren entdecken mit August und Tina die Highlights des Augustinermuseums. Dabei stellen sie spielerisch Wissen und Geschick unter Beweis.
ARCO: Im Archäologischen Museum Colombischlössle geht es mit Briana und Enno in die Eisenzeit. Hier warten spannende Abenteuer, knifflige Aufgaben und Rätsel. Eine rasante Verfolgungsjagd durch den Schwarzwald sorgt für Nervenkitzel und die Nutzer*innen entscheiden selbst mit, ob die Geschichte ein gutes Ende nimmt…
MNM: Der Audiorundgang im Museum Natur und Mensch ist in leicht verständlicher Sprache auch für Kinder ein großer Spaß!
Nutzungshinweise
Die App kann auf das eigene Smartphone geladen oder vor Ort auf kostenlosen Leihgeräten im Museum genutzt werden.
Kopfhörer: Wenn Sie mit Ihrem eigenen Gerät im Museum unterwegs sind, nehmen Sie bitte Kopfhörer mit.
Um die App nutzen zu können, benötigen Sie eine Internetverbindung oder Sie laden die Inhalte vorab herunter. Im Augustinermuseum und im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht kostenfreies WLAN zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie im Augustinermuseum Bluetooth, um alle Inhalte und Funktionen nutzen zu können.
Foto: Augustinermuseum
Kammermusik im Augustinermuseum
Kammermusik im Augustinermuseum
Im besonderen Ambiente der Skulpturenhalle des Augustinermuseums treten wieder Mitglieder des SWR-Symphonieorchesters auf. Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro und sind an der Museumskasse oder im Online-Shop im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich.
Anna Breidenstein und Stefan Knote spielen Werke von Leclair, Bériot und Glière.
Newsletter der Museen Freiburg
Aktuelle Ausstellungen, Veranstaltungen, digitale Angebote oder Neuigkeiten von den Museen Freiburg. Mit unserem Newsletter kommen die neuesten Infos regelmäßig direkt in Ihr Postfach.