Vorschau

Aufruf zur kommenden Sonderausstellung "trotzdem da"
Wir suchen nach Kindern aus während der NS-Zeit "verbotenen Beziehungen"
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Die Ausstellung „trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel ist vom 8. September 2027 bis zum 30. Januar 2028 bei uns im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus zu sehen.
Für das Freiburger Projekt wollen wir Geschichten aus der Region recherchieren und gegebenenfalls in der Ausstellung ergänzen. Wir suchen dafür Kinder oder Enkelkinder aus Freiburg und Südbaden, die aus „verbotenen Beziehungen“ stammen – das heißt, Menschen, bei denen mindestens ein Eltern- oder Großelternteil im Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter*in oder Kriegsgefangene*r nach Deutschland verschleppt wurde. Der andere Eltern- oder Großelternteil war Deutsche*r.
Wer die eigene Geschichte erzählen oder den Fall anhand von Dokumenten und Fotos teilen möchte, kann sich gerne unverbindlich und schriftlich melden: per Mail an dzns@freiburg.de oder telefonisch bei Projektleiterin Caroline Klemm unter 0761 201-2754 (Montag von 9 bis 11 Uhr). Die Abgabe von Dokumenten und Objekten bzw. ein Gespräch ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
27. Januar – 13. September 2026
Ende der Zeitzeugenschaft?
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln können. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien: Comics, Social Media-Formate, Hologramme…
Die Ausstellung nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entsteht aus persönlichen Erinnerungen eine Erzählung und was beeinflusst sie? Wie kommen Interviews und andere Zeugnisse eigentlich zustande? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Und wie gehen Museen und Gedenkstätten heute und in Zukunft damit um?
Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im März 2025. Für die Ausstellung in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. In der Museen Freiburg App gibt es außerdem eine begleitende Themen-Tour durch die Dauerausstellung des DZNS.

